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Das Baby ist da – Herzlichen Glückwunsch

Endlich – Das Baby ist da

Das Baby ist da

Quelle: FlickrCC David Terrazas

Das Baby hat mit seiner Geburt eine enorme Anpassungsleistung an die Umgebung zu vollbringen. Bis zu seiner Geburt wurde es im Mutterleib über die Nabelschnur mit Sauerstoff und allen anderen Nährstoffen versorgt, nun muss es eigenständig atmen, trinken und sich sehr veränderten Temperaturen, Licht- und Lautverhältnissen anpassen. Das Baby ist von der Natur aus zu dieser Anpassung zunächst nur mit einem Minimum an Voraussetzungen ausgestattet.

Es kann dank seiner schon funktionstüchtigen unteren Hirnabschnitte, im Stammhirn, die Atmung, den Herzschlag, die Blutzirkulation und die Verdauung regulieren und somit außerhalb des Mutterleibes Leben.

Aber schon im ersten Lebensjahr nimmt das Kind – im Vergleich zu den späteren Jahren – eine geradezu stürmische Entwicklung. Zum Beispiel sein Geburtsgewicht verdreifacht sich bis zum ersten Geburtstag, die Körperlänge nimmt um etwa die Hälfte zu.

Auch das Gehirn durchläuft in der Säuglingsphase eine Periode sehr schnellen Wachstum, in der es äußerst empfindsam gegenüber Störungen wie auch Entwicklungsanregungen ist. Es kann von solchen Belastungen wie Sauerstoffmangel vor, während oder nach der Geburt, als Folge von Unterernährung oder schweren Erkrankungen, aber auch durch mangelhafte Zuwendung und Pflege bleibenden Schaden erleiden. Zunächst ist dieser nicht sichtbar, kann sich aber später in verminderter körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit und auch in erschwerte Erziehbarkeit äußern.

Andererseits können bestimmte Schädigungen oder Störungen aufgrund der großen Entwicklungsfähigkeit des kindlichen Organismus und speziell des Gehirns durch entsprechende Förderung und Anregungen dieser Entwicklungsphase noch weitgehend ausgeglichen oder gemindert werden.

Je günstiger Lebens- und Erziehungsbedingungen sind, desto besser können eventuelle schädigende Faktoren kompensiert werden. Solche Förderung und Anregung kann zum Beispiel in bestimmten Maßnahmen, wie die Lagekorrekturen im Bettchen durch Hilfsmittel wie Keilkissen, Rollen und auch gezielten gymnastischen Übungen, als Entwicklungsanreiz schon von den ersten Tagen an bestehen.

Ebenso große Bedeutung hat die intensive emotionale Zuwendung in den kurzen Wachzeiten. Hoch nehmen, liebkosen, streicheln des Körpers, der nahe Hautkontakt zwischen Eltern und Kind und die damit verbundene Geruchs- und Geschmacksempfindungen, allmählich auch akustische und optische Empfindungen sind enorm wichtig, weil alle diese Reize notwendige Impulse für die Entwicklung des noch unreifen kindlichen Gehirns darstellen.

So wird sehr genau deutlich, dass bereits vom ersten Tag an die künftige körperliche und geistige Entwicklung des Kindes enorm beeinflusst werden kann.

Um optimale Bedingungen für unser Kind zu schaffen, ist es notwendig, dass es neben der guten Pflege, wie zum Beispiel das Rauchen in Gegenwart des Kindes strikt ausschließt, ein höchst Maß an liebevoller Zuwendung durch uns, den Eltern, erfährt.

Dazu gehört auch das wieder für Ruhe und Geborgenheit sorgen, wenn unser Baby schläft. Bei jeglicher Versorgung des Babys sollte man sich ganz intensiv mit ihm beschäftigen. Geizen sie dabei möglichst nicht mit ihrer Zeit. Beim Wickeln, beim Baden, beim Füttern, sollte immer die Gelegenheit zum intensiveren Kontakt, wie Streicheln, Zureden, Lachen, Vorsingen genutzt werden, umso zeitig wie möglich die Sinne des kleinen Kindes, sein Fühlen, Hören, Sehen zu schulen.

Vor dem Baden, bei jedem Wechsel der Windeln lassen wir das Baby zum Beispiel unter unserer Aufsicht frei strampeln, legen es auch ab und zu mal auf den Bauch, damit es üben kann, sein kleines Köpfchen zu heben.

Ganz besonderen Spaß macht es dem Baby sowie den Eltern, auf Mamas oder Papas Brust zu liegen und aus dieser Perspektive zu versuchen, seine Umwelt zu erkunden. Wenn Sie in den kurzen Wachzeiten des jungen Lebens in dieser Weise mit ihm umgehen, bekommt es schon frühzeitig notwendige Anregungen.

Sie sollten deshalb bei allen pflegerischen Maßnahmen davon ausgehen, dass sie als erste erzieherische Handlungen zu werten sind und einen großen Einfluss auf die gesamte Entwicklung des Babys haben.

 

Für ihr familiäres Glück

Thomas Wauer

 

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